Freitag, 1. Mai 2009

spd - nee!


Arme SPD - wg. permanenter Beitragserosion und ausbleibenden Parteispenden werden wohl jetzt die Wahlplakate in Billiglohnländern getextet und produziert. "Heiße Luft", Aggregat-zustand: gasförmig, hat in Deutschland weder das aktive noch das passive Wahlrecht - obwohl es ganz lustig wäre, Kandidaten mit dem o.a. Aggregatzustand in ein öffentliches Amt zu wählen. So könnte z.B. ein Furz Bürgermeister werden in der Stadt, die nicht sein darf.
Die Schöpfer des Plakats haben auch außer Acht gelassen, dass dieses Plakat in künftigen Wahlkämpfen nicht mehr wiederverwendet werden kann. Was da in Schlips und Kragen daher kommt, gemahnt sehr stark an einen Revolver - und wenn die SPD mit ihren Vorstellungen durchdringt, ist irgendwann nicht nur der Besitz von Waffen und waffenähnlichen Geräten strafbar, sondern sogar schon die Abbildung derselben.

Freitag, 24. April 2009

Grüße an liumang-tu

Hallo, Waffenfreundin und Konsorten!
Wahrscheinlich blutet Euch das Herz wie die Schwaben mit Schießeisen umgehen. Rätseln ist erlaubt - wird hier eine "Radom" oder eine "Star" verkokelt? Nach dem Amoklauf eines seelisch gestörten Jungen sah sich die Politik und die Journaille mal wieder veranlasst, sich als Hobbykriminologen zu betätigen. Dieses inkompetente Pack hat in solchen Fällen immer gleich eine von Teilen der Bevölkerung akzeptierte Erklärung zur Hand - es gibt zu viele Waffen im Volke! Dankbar, das Furchtbare erklärt zu bekommen, trottteten tatsächlich einige Mitbürger auf's Amt und lieferten dort Opas Flinte ab, die bislang friedlich auf irgendeinem Speicher vor sich hinstaubte. Dafür wurden sie von der Presse gelobt und im Sindelfinger Wald wurde eine Art Hexenverbrennung (s.o)zelebriert. Die "bösen" Waffen wurden eingeschmolzen, exportiert und in Italien zu Baustahl verarbeitet! Dabei waren Museumsstücke, Baujahr ca. 1840, und ein potentieller Amokläufer hätte wahrscheinlich zwei Leben gebraucht, um dafür auch nur eine funktionsfähige Patrone zu finden. Jetzt hat die Landesregierung auf ein in Jäger- und Sportschützenkreisen zirkulierendes Flugblatt eines am Rechtsstaat zweifelnden Ex-Soldaten und Sportschützen reagiert, der seine Kumpels aufforderte, den jetzt wieder wahhlkämpfenden Politikern bei ihren öffentlichen Auftritten einige entlarvende Fragen zu stellen. Es wird zurück gerudert und eine Expertenkommision des Landtags soll Möglichkeiten erforschen, derartige Schüler - Amokläufe zu vermeiden. Der renommierte Kriminalpsychologe Gallwitz wird jetzt wieder gehört, der darlegt, dass diesem Problem mit einer weiteren Verschärfung der Waffengesetze nicht beizukommen sei. Amerikanische Kriminalisten bezeichnen derartige Amokläufe als "Loner and looser deliquency" und offenbar gibt es auch in unserem Lande Jugendliche, die sich als "Loner und Looser" fühlen. Viele haben den Eindruck, keiner würde sich so richtig für sie interessieren. Siehe hierzu:
http://www.linksfraktion.de/pressemitteilung.php?artikel=1277416793
Auch wenn ich Dir , liebste xiaomo, jetzt auf den Geist gehe - das hat auch etwas mit dem Neoliberalismus zu tun!

Freitag, 10. April 2009

Frohe Ostern!

Vielfach kombinierter Oster, was sagst Du dazu - nach dem Oster-hasen gibt's jetzt offenbar auch noch Oster-mäuse! Xiaomo wird sich nun beeilen, auch noch eine Oster-katze aufzutreiben

Mittwoch, 1. April 2009

April, April!


Die als "erste Nackt-Lesung" angekündigte Vorstellung eines Buches über FKK in der DDR hat sich als Aprilscherz herausgestellt. Die für Dienstag in Berlin angekündigte hüllenlose Lesung fand nicht statt. (Quelle: n.tv)
Anregung für die Legislative: Statt die "Lesungen" eines Gesetzentwurfes mit prosaisch mit 1,2.. zu numerieren würde eine "Nacktlesung" sicher auch diejenigen Parlamentarier ins Plenum locken, die man sonst nie dort sieht. Auch das Interesse des Bürgers auf der Tribüne am Gesetzgebungsverfahren würde gesteigert werden................

Dienstag, 31. März 2009

Bankfurt 28.03.09


Totgesagte, sagt man, sollen zwar lange leben - aber diesmal hat's ihn schon stark erwischt; Kappi - den alten Dreckskerl. Halt zu wüst gelebt - das hat er nun davon! Die "Kostümprobe" für sein Leichenbegängnis hat zu seinem Lebenswandel gepasst - er ließ uns wieder mal im Regen stehen! Allerdings hat sich die kräftig herbeigesungene "Sonne" (Man kennt ja das symbolhafte Lied der uneinigen deutschen Linken, die nie wissen, ob sie die durstigen Kehlen im Wirtshaus "Zur Sonne" oder in der Kneipe "Zur Freiheit" netzen sollen) gegen 16:00 doch noch blicken lassen und die nassen Klamotten wieder getrocknet. Ansonsten war es ein riesiges, linkes Familienfest - Begegnungen, mit den Leuten, die man dort immer trifft und mit solchen, die man dort nie erwartet hätte. Ein Genosse traf eine Rentnerin aus Nürtingen, die noch nie in ihrem Leben bei einer Demo war und jetzt ein Plakat vor dem Bauch trug, auf dem sie den Verlust fast ihrer ganzen Ersparnisse durch die ihr von ihrer Bank aufgeschwatzten Lehman-Zertifikate bekannt gab. Der Zug ging durch's gespenstisch leere Bankenviertel. Aus dem "Hilton" schauten einige sorgfältig gestylte Damen heraus, die wir artig durch Schwenken der Kopfbedeckungen und unserer Fahnen grüßten - sie fanden das wohl eher unartig? Unweit vom "Hilton" mußte ich mal wieder fetstellen, dass Frauen, selbst wenn man(n) sie gut zu kennen glaubt, immer für eine Überraschung gut sind. Zwischen "Rolex" und "Bally" Laden glänzte "Lilo's Boutique" - davon hat sie mir noch nie etwas erzählt! Mal fragen, ob sie wirklich nebenberuflich mit Luxus-Anziehsachen handelt? Die Gastronomie um den Römer machte glänzende Geschäfte - außer mit Oskar. Der wurde von einigen Vermummten mit Eiern und Tomaten beköstigt, wobei er allerdings wegen der ungwohnten Art der Darreichung etwas Probleme mit dem Verzehr hatte. Hoffentlich mußte er nicht zu sehr hungern!
Ansonsten berichtete die "Junge Welt":
"V or dem Frankfurter Rathaus verbrannten Antikriegsaktivisten einen Papp-Panzer, um auf den Zusammenhang zwischen Krieg und Krise hinzuweisen. Während der Rede von Linksparteichef Oskar Lafontaine wurde dieser aus einem direkt vor der Bühne plazierten Block autonomer Gruppen mit Pfiffen, Sprechchören und Eierwürfen massiv gestört. Die meisten Teilnehmer reagierten mit völligem Unverständnis auf diese Spaltung einer Bündnisdemonstration.

Viel Applaus bekam hingegen Tom Adler, Daimler-Betriebsrat und Vertreter der Gewerkschaftslinken, als er deutliche Kritik an den Gewerkschaftsvorständen übte: »Wir brauchen keinen Schulterschluß mit den Zetsches, Winterkorns und Schaefflers, sondern ein breites Bündnis vom Umweltaktivisten bis zum Automobilarbeiter, um den dringend benötigten Protest zu steigern. Wir müssen jetzt nicht Dampf ablassen, sondern den Kessel einheizen.«"

Montag, 16. März 2009

Arme Eisenbahner!

"Der Teckbote" 12.03.09


Das ist schon bitter für die Mitarbeiter der Deutschen Bahn: Im Schlafwagen dürfen sie kein Nickerchen machen, die teuren Speisen im Speisewagen können sie sich nicht leisten und auch
die Triebwagen sollten zur Vermeidung von Mißverständnissen über deren Funktion im Bahnverkehr umbenannt werden!

Donnerstag, 5. März 2009

Noch ne Demo - zum Mont Asterix

Sieht er nicht aus, wie einem Asterix-Heftchen entsprungen? Nur ist an dem Denkmal und seiner Geschichte das Meiste falsch.
Der Typ, der hier dargestellt wird, ist ganz sicher nicht im Miniröckchen herumgelaufen - er war Germane und die trugen Hosen! Sie hatten auch keine Flügelchen am Helm, da diese die Kopfbedeckung allenfalls destabilisiert hätten.
Er soll Hermann geheißen haben - dies ist aber nirgends verbürgt. In der Historie ist er als Arminius bekannt.
Er soll die Germanen vom "römischen Joch" befreit haben. Na ja! Der Typ war zwar germanischer Abkunft jedoch in Rom ausgebildet, römischer Bürger, römischer Ritter (eques) und Offizier. Es gibt Hinweise, dass er eher einer jener "Befreier" war, die aus der Kolonial-geschichte bekannt sind. Angehöriger einer einheimischen Elite, der eine "fremde" Elite abgelöst hat und sich an deren Stelle die Taschen füllte. Sein wohl sehr "einnehmendes" Wesen hat seine eigene Sippe so gegen ihn aufgebracht, dass sie 21 n.Chr. umbrachte. In aller Munde ist heute noch seine Frau. Unsere Freunde mit den Häkelmützchen und Oversizejeans würden sagen: "Dem Hermann sein Tuss" - und recht haben sie; die Dame hieß Thusnelda.
Falsch ist, dass seine Guerilla-Aktion, mit der er 9 n.Chr. drei römische Legionen nieder machte, die Römer nachhaltig aus Deutschland vertrieb und Feuchtwanger ist wohl recht zu geben, dieser Erfolg "praktisch ohne Bedeutung für den Fortgang der Geschichte" war.
Andere sehen das anders. Die NPD lädt am 07.03.09 zu einem Gedenkmarsch nach Osnabrück ein. Motto:"Die Hermannschlacht-2000 Jahre Kampf gegen Überfremdung-für nationale Selbstbestimmung" Im Einladungstext wird erklärt: "Von Anbeginn an ist die Geschichte unseres deutschen Volkes geprägt vom Kampf ums Dasein!" Der "römische Imperialismus" wird beschuldigt"unsere germanischen Vorfahren ihrer nationalen Selbstgestimmung und ihrer kulturellen Eigenart" beraubt zu haben. Aber: "ein kleines Volk, geschart um einen großen Führer zwang ein Weltreich in die Knie" - gerne würde jeder da nur an das kleine, unbezwungene Dorf in Gallien denken und dessen Führer Majestix! Wenn die Neonazis wenigstens in Miniröckchen und Flügelhütchen auftreten würden, wär es eine Freude für das noch nicht ganz fassenachtentwöhnte Auge. Obwohl sich wahrscheinlich jeder als kleiner Hermann (nein...natürlich nicht Göring!) fühlt, wird er sich nach Kräften vermummen - außer vielleicht die Doktores Walter Staffa und Rolf Kosiek vom "Deutschen Kreis" in Nürtingen. Die werden von dem hoffentlich anwesenden Verfassungsschutz mit einem freundlichen "so - auch da!" begrüßt werden. Ansonsten wird wahrscheinlich das zu erwartende Sauwetter dafür sorgen, dass außer ein paar Unbeirrbaren in Wetterkleidung und mit Regenschirmen die Veranstaltung "praktisch ohne Bedeutung für den Fortgang der Geschichte" bleibt.